Heute ist mir eingefallen, dass ich Ende 2008 bereits die Idee hatte mal ein CD-Review verfassen zu wollen. Daraus ist aber, wie man sehen kann, bis heute nichts geworden. Warum weiß ich selber nicht.
Deshalb habe ich heute beschlossen, mal das letzte Jahr revue passieren zu lassen und meine persönliche Top Ten der Albenneuerscheinungen 2009 aufzustellen. Als ich vorhin erstmal eine Liste aller 2009 erschienenen Alben (nur von Bands, dich ich höre natürlich) aufstellte, ist mir aufgefallen, dass mir einige Alben schon älter vorkamen…besonders wenn sie am Anfang letzten Jahres erschienen sind.
1. Katatonia – Night Is The New Day

Mein absolutes Highlight des Jahres 2009. Auf der Platte gibt es meiner Meinung nicht ein schwaches Lied. Alles scheint perfekt ausgearbeitet worden zu sein und obwohl das gesamte Album eher mit einer düsteren, melancholischen Stimmung auftrumpft, gibt es keine Durststrecken, denn gerade in den Refrains bricht ein Riffgewitter über den Hörer rein, der aber nicht deplatziert wirkt, sondern wie ein gut gewählter Akzent. Night Is The New Day ist ein Werk das mich mitreißt, selbst wenn es nur im Hintergrund läuft laufen soll.
Anspieltipp: Idle Blood
2. Amorphis – Skyforger

Bis fast zum Ende des Jahres dachte ich, Skyforger würde mein Lieblingsalbum des Jahres werden, bis Katatonia im November unerwartet einen drauf gesetzt haben. Eigentlich würde ich beide auf Platz 1 setzen, musste mich aber letztendlich für einen von beiden entscheiden.
Auch mit Skyforger knüpfen Amorphis an ihrer Tradition an, mit jedem Album Geschichten aus der Kalevala, dem finnischen Nationalepos, zu erzählen. Auf diesem Album geht es um den Himmelsschmied (wer hätte das gedacht) Ilmarinen, der sich nach dem Tod seiner Frau aus Trauer eine neue aus Gold und Silber schmiedete, aber trotzdem nicht glücklich wurde, da sie kalt war (Silver Bride). Die Titel wirken alle sehr kraftvoll und melodiös. Mitunter auch schon fast poppig/rockig, da sie fast alle sehr eingängig sind.
Anspieltipps: Skyforger, Sky Is Mine, From The Heaven Of My Heart
3. Black Sun Aeon – Darkness Walks Beside Me

Der dritte Platz wird wieder düster. Black Sun Aeon: eine der vier mir bekannten Bands von Tuomas Saukkonen, dessen Hauptband meine momenaten Lieblingsband Before The Dawn ist, haben ihr erstes richtiges Album herausgebracht. Das Album hat eine durchgehende dunkle Stimmung, wie der Name schon verspricht. Langsame Gittarenriffs, aber trotzdem sehr atmosphärisch.
Anspieltipp: A Song For My Demise
4. Dark Age – Acedia

Schon wieder ein Albumtitel, der eine negative Grundstimmung verspricht. Aber beim Hören von Acedia bekomme zumindest ich gute Laune. Dark Age ist für mich die beste deutsche Melodic Death Metal Band und die Jungs aus Hamburg können es locker mit den zahlreichen schwedischen Vertretern dieses Genres aufnehmen, die das Melodeath-Gen scheinbar bei der Geburt in die Wiege gelegt bekommen.
Was mir bei Dark Age auffällt ist, dass sich der Gesang von Eike Freese mit jedem Album verbessert, auch wenn gedacht hätte, dass nach Minus Exitus nicht mehr kommen könnte, hat er es wieder geschafft.
Anspieltipp: 10 Steps To Nausea
5. Jorn – Spirit Black

Das hässlichste Cover meiner Top Ten, aber dass kann man sich als bester Sänger des Hard Rock auch erlauben.
Mich wundert es bis heute warum Jørn Lande relativ unbekannt ist. Ich bin leider auch erst letztes Jahr bewusst auf ihn aufmerksam geworden, als ich mal nach dem Sänger mit der markanten Stimme aus Avantasia’s The Scarecrow forschte. Sollte sich jeder mal anhören, selbst wenn man nichts mit Metal oder Hard Rock anfangen kann. Ich glaube, dass er auch außerhalb dieser Szene ankommen würde. Umso mehr freu ich mich, dass er letztes Jahr wieder Masterplan beigetreten ist, die er 2006 verließ. Anscheinend wird es von ihnen dieses Jahr ein neues Album geben. Und wenn nicht, wird es im April neues Material von ihm auf dem neuen Avantasia Doppelalbum geben.
Anspieltipp: Rock And Roll Angel
6. Hypocrisy – A Taste Of Extreme Divinity

Weiter geht es wieder mit etwas Death Metal. Diesmal von Peter Tägtgren. Wie man es von Hypocrisy gewohnt ist, hat auch dieses Album eine super aggressive und melodische Mischung. Wobei mir Leute, die mit Death Metal nichts am Hut haben, bei letzterem Punkt vermutlich widersprechen werden.
Anspieltipp: Hang Him High
7. Coppelius – Tumult!

Eigentlich haben es Coppelius nicht verdient so weit hinten zu liegen, allerdings überzeugen sie live um Welten mehr als auf der Platte. Dort schaffen sie es nämlich eine wahnsinns Atmosphäre aufzubauen. Ich würde mir ein Livealbum von ihnen wünschen, dass einen Hauch dieser Stimmung einfangen kann. Ich hatte das Glück noch ganz knapp unter den ersten hundert Vorbestellern (Nr. 96) dieses Albums zu sein und sicherte mir so eine signierte Version. ![]()
Anspieltipp: Schöne Augen
8. Ghost Brigade – Isolation Songs

Ghost Brigade sind eine weitere relativ unbekannte Gruppe aus Finnland. Ihre Musik ist langsam, träge, bedrückend, gleichzeitig aber auch unglaublich befreiend und erfrischend. Auf jedenfall ein Horch wert.
Anspieltipp: Into The Black Light
9. Paradise Lost – Faith Divides Us-Death Unites Us

Das neue Paradise Lost Album wollte bei mir zuerst nicht so wirklich zünden. Aber nach mehrmaligem Durchhören entpuppte es sich langsam als ein solides Album, wie man es von Paradise Lost gewohnt ist: vielschichtig und abwechslungsreich.
Anspieltipp: Universal Dream
10. Swallow The Sun – New Moon

Was mich an Swallow The Sun bisher ein wenig störte, waren die langgezogenen Titel, die mir öfters langweilig wurden. Mit New Moon haben sie aber etwas Abwechslung und Dymamik in die Sache gebracht. Weiter so. ![]()
Anspieltipp: Falling World
Wenn ich das jetzt so lese, fällt mir auf, dass das ein sehr Doom-lastiges Jahr für mich war. Where Death Is Most Alive von Dark Tranquillity hätte es sicher auch in meine Top Ten geschafft, habe ich aber aus der Wertung genommen, da es halt eine Live DVD/CD ist und nicht wirklich neues Songmaterial liefert. Aber die Stimmung auf der Konzert ist wirklich intensiv. Kann sein, dass es bei Dark Tranquillity immer der Fall ist, ich durfte sie ja leider noch nicht live erleben, aber ich fand das schon bemerkenswert. Wo wir gerade bei Livealben sind, ist sicherlich noch Flight 666 von Iron Maiden erwähnenswert. Dafür war Made In Hong Kong (And In Various Other Places) von Nightwish umso enttäuschender, da es nur Material vom neusten Album enthielt und keine alten Songs. Wär sicherlich interessanter gewesen, alte Lieder mit Anette Olzons Stimme endlich auf einer CD zu haben.
Weitere erwähnenswerte Alben, die 2009 erschienen sind, es aber nicht in meine Top Ten geschafft haben:
- Arch Enemy – The Root Of All Evil
- Be’lakor – Stone’s Reach
- Dark The Suns – All Ends In Silence
- Dream Theater – Black Clouds & Silver Linings
- Eluveitie – Evocation I: The Arcane Dominion
- Ensiferum – From Afar
- Entwine – Painstained
- Epica – The Classical Conspiracy
- Epica – Design Your Universe
- Eternal Tears Of Sorrow – children Of The Dark Waters
- Ex Deo – Romulus
- Fiddler’s Green – Sports Day At Killaloe
- HammerFall – No Sacrifice, No Victory
- Heaven & Hell – The Devil You Know
- Insomnium – Across The Dark
- Korpiklaani – Karkelo
- Letzte Instanz – Schuldig
- Leverage – Circus Colossus
- My Dying Bride – The Lies I Sire
- Pain Of Salvation – Linoleum
- Porcupine Tree – The Incident
- Profane Omen – Inherit The Void
- Saltatio Mortis – Wer Wind Sät
- Scar Symmetry – Dark Matter Dimension
- Silverlane – My Inner Demon
- Sonata Arctica – The Days Of Grays
- Stratovarius – Polaris
- Subway To Sally – Kreuzfeuer
- Susperia – Attitude
- Аркона – Гой, Роде, Гой!
Zum Abschluss noch mein Top 5 der besten Konzerte 2009:
1. In Flames in Wacken
2. Pain in Wacken
3. Amon Amarth in Wacken
4. Pain in Hamburg
5. Coppelius in Wilhelmshaven
Das war mein Rückblick und ich bin gespannt was 2010 musikalisches bringt. Die ersten interessanten Alben sind bereits angekündigt bzw. das erste von Eric Fish letzten Freitag schon erschienen. Im Februar kommen sind erstmal die neuen Alben von Finntroll und Eluveitie an der Reihe. Gefolgt von neuen Alben von und Dark Tranquillity, Avantasia und Blind Guardian.








