Wieder ist es mal soweit und ich habe die Zeit gefunden mir Andres diesjährigen Sampler anzuhören. Hier also meine Einschätzung:
1. Trivium – In Waves
Im Metalcore ist es so, dass es entweder furchtbar schlechte oder eben gute Bands gibt. Trivium gehören zwar zur zweiten Gruppe, sind aber bisher dennoch nicht die Offenbarung für mich. Zum Abschalten eignet sich deren Musik allerdings gut. Die Lieder von Trivium haben zwar einen enormen Ohrwurmcharakter, langfristig bleibt aber leider zu wenig hängen, was mir bei anderen wenigen Metalcorebands, die ich noch höre, aber auch so geht.
2. Subway To Sally – Schwarz In Schwarz
Als ich den neuen Albumtitel Schwarz In Schwarz zum ersten Mal hörte, hatte ich schlimmste Befürchtungen, dass das neue Album vor kitschigem Gothic nur so triefen würde. Zum Glück blieb es bei der Befürchtung, denn das Album entpuppte sich als wahres Meisterwerk und katapultiert Subway To Sally wieder zu alter Stärke, nachdem sie mit den letzten beiden Alben Bastard und Kreuzfeuer eher durchwachsene Alben auf den Markt brachten. Man merkt, dass Subway To Sally auf diesen beiden Alben den Spagat zwischen der Härte von Engelskrieger und ihren charakteristischen Folkelementen zu meistern versuchten. Auf Schwarz in Schwarz gelingt es ihnen dieses mal aber zum ersten mal perfekt.
3. Rise Against – Endgame
Rise Against gehören für mich zu der Gruppe amerikanischer Rockbands (wie Green Day, Sum 41 oder blink-182), die in meinen Ohren alle gleich klingen. Obwohl deren Lieder zwar fast immer rockig sind, kommt bei mir keine Spannung auf. Ich kann aber nicht sagen, woran das liegt. Vielleicht an den immer gleichen Songstrukturen, vielleicht an den Sängern (Nickelback würde ich vermutlich auch in diese Ecke drängen, hätten sie nicht ihren unglaublich markanten Sänger). Wahrscheinlich ist es, wie immer, die Mischung aus allem.
4. Nickelback – Here And Now
Gut, dass ich gerade schon Nickelback ansprach. Was gibt es da noch viel zu sagen? Musik, bei der das Anhören Spaß macht und von der man gute Laune bekommt. Es wäre zwar mal interessant, würden sich Nickelback auf einem neuen Album experimentierfreudiger zeigen, aber wie man sie sieht, funktioniert deren Musik auch so ganz gut.
5. Foo Fighters – Wasting Light
Mit den Foo Fighters möchte ich mich schon seit längerem mal auseinandersetzen. Bin aber irgendwie nie dazu gekommen. Back And Forth klingt schon einmal nicht schlecht. Zwar simple Songstrukturen, die aber gut ins Ohr gehen. Ich glaube es wird wirklich mal höchste Zeit, dass ich etwas genauer in die Alben dieser Kapelle rein horche.
6. Beatsteaks – Boombox
Beatsteaks – die Band, deren Lieder im gesamten kaum länger als ein Intro sind. Ich habe schon öfters mal quer in diese Band hinein gehört, da sie ja von vielen in den Himmel gelobt wird, aber ehe man sich versieht ist ein Song leider schon wieder vorbei. Automatic scheint zwar ein etwas längeres Lied zu sein (wenn man mal die Lieder anderer Bands vom Anfang abzieht und es sich hierbei nicht um eine längere Liveversion handelt), aber dennoch passiert musikalisch nicht viel in diesem Song. Ich werde wohl bei meinem Urteil bleiben müssen: die Beatsteaks und ich werden wohl nie Freunde.
7. Red Hot Chili Peppers – I’m With You
Den Einfluss des neuen Gitarristen höre ich zwar, nicht wie Andre (ich muss zugeben, ich wusste bis gerade noch nicht einmal, dass RHCP einen neuen Gitarristen hat
), aber ich bin auch nicht wirklich ein RHCP-Experte. Ich habe das neue Album zwar nicht intensiv auf Dauerrotation laufen, aber bisher sind mir noch keine Ausfälle aufgefallen (allgemein fällt mir spontan nicht ein schlechtes RHCP-Lied ein) und genau das zeichnet diese Band so aus: sie verstehen es die Zuhörer zu fesseln. Die Lieder gehen auf Anhieb sofort ins Ohr und sind dennoch abwechslungsreich. Das schaffen nur die wenigsten Bands.
8. 3 Doors Down – Time Of My Life
Believer klingt nach guter Rockmusik, die gute Laune macht. Nicht unbedingt etwas, was ich den ganzen Tag hören müsste. Trotz der sehr kurzen Songlänge, gestalten 3 Doors Down ziemlich abwechslungsreich und lockern das ganze Lied durch ein gutes Solo auf.
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11./12. Creed
Creed. Das ist also diese Band, die angeblich Wölfe in die Flucht schlägt. Bewusst kannte ich bisher kein Lied dieser Band. What If ist eine sehr gute Rocknummer und hat bei mir das Interesse geweckt. Allerdings bin ich mir jetzt nicht mehr sicher, ob ich wirklich noch bei Creed reinhören soll, nachdem ich Weathered gehört habe und Andres Hinweis, dass Creed die selbe Richtung wie Nickelback und 3 Doors Down einschlagen, gelesen habe. In diesem Bereich ist Nickelback für mich schon mehr als ausreichend.
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